Clos du Jaugueyron

Clos du Jaugueyron ist eine erfrischende Ausnahme in der Region Bordeaux. Inmitten der großen, aristokratischen Chateaux wirkt dieses knapp 8 Hektar Weingut gar fehl am Platz. Es ist ein Kleinod eingebettet in die Natur. Es handelt sich um einen Ein-Mann-Betrieb. Michel Theron, der das Gut mit weniger als einem Hektar 1993 übernommen und kontinuierlich ausgebaut hat, macht hier weitgehend alles selbst. Unterstützt wird er von seiner Lebensgefährtin Stephanie, die viele Jahre bei einem Negociant arbeitete und den Markt sehr gut kennt. Das Paar hat sich hier ein kleines, idyllisches Häuschen gebaut, mit Naturmaterialien, inmitten von grüner Natur. Man merkt sofort, dass das hier eine eigene Welt ist, hier kann man sich wohlfühlen. Gekocht wird übrigens auf offenem Feuer.
Michel ist ein bodenständiger, sympathischer Naturbursche, der sich extrem gut mit Böden und der Natur auskennt. Ich habe das Gut vor einigen Jahren besucht und die Gespräche mit Michel (auf französisch) waren so interessant, dass mir danach der Kopf rauchte ob so vieler neuer Informationen. Daher verwundert es auch nicht, dass die Reben biologisch bewirtschaftet werden, seit 2012 sogar zertifiziert biologisch. Doch das genügte Michel und Stephanie nicht, sie entwickelten sich noch weiter in Richtung Biodynamie und ab dem Jahrgang 2015 tragen die Weine sogar das Demeter Logo.

Clos du Jaugueyron hat Rebflächen in den Appellation Margaux und Haut Medoc, etwa zu gleichen Teilen. Daher gibt es auch Weine mit der Appellation Margaux am Etikett und Weine mit Haut Medoc am Etikett. Das Weingut wurde bereits 1898 gegründet. Eine Rebparzelle, die damals gepflanzt wurde, existiert im Original noch heute - uralte Reben also. Diese Parzelle befindet sich in Nachbarschaft von Chateau Palmer. Cabernet Sauvignon dominiert mit ca. 53 % Cabernet Sauvignon, 40 % Merlot, 7 % Petit Verdot und im 1898er Block eine wilde Mischung aus Malbec, Carmenere und weiteren nicht bekanntem Rebsorten. Die Lese erfolgt per Hand, die Trauben werden entrappt aber nicht angepresst. Die Gärung und Mazeration findet in Zement-Behältern unterschiedlicher Größe statt. Der Ausbau erfolgt in französischen Barriques, etwa ein Drittel davon ist neu. Die Weine bleiben lange auf der Feinhefe und werden so wenig wie möglich bewegt um die Frucht maximal zu bewahren.
Und tatsächlich, die Weine strotzen vor Frucht, haben aber auch eine frische Säure, Kräuternoten und enorme Mineralität. Es ist ein Stil, den man heutzutage nicht mehr so oft findet, mittelgewichtig, mit Balance, Feinheit, Struktur, Subtilität, mit großzügiger Frucht, auch Kräutern, mundwässernd und mit hohem Trinkflussfaktor. Spannend ist auch, dass die Weine selbst in warmen Jahrgängen relativ niedrige Alkoholgehalte bis maximal 13,5 % vol aufweisen, zumeist weniger. Wichtig zu erwähnen ist auch, dass die Schwefelbeigaben sehr niedrig gehalten werden. Die Qualitäten sind gewaltig hoch, die Preise immer noch sehr fair. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Zustand lange anhält. Tipp: unbedingt ausgiebig Dekantieren.

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Clos du Jaugueyron Nout 2014 Margaux

37,90 € *
50,53 € pro 1 l

Clos du Jaugueyron Nout 2015 Magnum 1,5 l Margaux

81,50 € *
54,33 € pro 1 l

Clos du Jaugueyron Nout 2015 Margaux

39,90 € *
53,20 € pro 1 l

Clos du Jaugueyron Perrain 2014 Margaux

37,90 € *
50,53 € pro 1 l