• Doyard

    Yannick Doyard ist ein Qualitätsfanatiker, ein positiv Verrückter. Er achtet auf jedes noch so kleine Detail, was man seinen Champagner deutlich anmerkt. Sie sind individuell, kraftvoll, sehr präzise, komplex, sehr langanhaltend und letztendlich von enormer Qualität! Durch ihre weinige Art schreien sie förmlich nach einem großzügigen Glas.

     

    Doch der Reihe nach. Es ist dokumentiert, dass die Familie Doyard bereits seit 1677 im Weinbau tätig ist. Das aktuelle Weingut wurde in den 1920er Jahren von Maurice Doyard gegründet und bereits 1927 begann er mit der Abfüllung der eigenen Champagner. Er war auch Direktor des Syndicat Général des Vignerons de la Champagne, später auch Gründungs-Co-President der CIVC (Comité Interprofessionel des Vins de Champagne).

     

    Yannick Doyard ist seit 1979 am Weingut tätig. Als zwei Jahre später sein Vater verstarb übernahm er im Alter von 20 Jahren bereits die Verantwortung für den Betrieb. Er hat also schon mehr als 30 Jahrgänge vinifiziert. Im Laufe der Jahre investierte er in Weinberge und nennt  jetzt 11 ha sein Eigen. Sie befinden sich in den bekannten Orten der Cote de Blancs Vertus, Oger, Le Mesnil-sur-Oger, Avize, Cramant, Aÿ und Dizy. Yannick, der mittlerweile von seinem Sohn Charles unterstützt wird, konnte vor einigen Jahren den Hof seines Großvaters in Vertus übernehmen und er hat auch hier kräftig investiert. Es entstand ein modernes Kellereigebäude mit bester Ausstattung, beispielswiese eine Coquard PAI, die beste Weinpresse am Markt. Auch ein kleines feines Gästehaus mit fünf Zimmern namens Le Clos Margot wurde installiert.


    Im Weinberg kommt Doyard zu Gute, dass das Durchschnittsalter der Reben bei über 40 Jahren liegt. Zudem werden die Reben in der Cordon du Royat Erziehung gehalten, um die Erträge niedriger zu halten. Das ist ansonsten in dieser Gegend nicht üblich. Seit einigen Jahren nach biodynamischen Grundsätzen gearbeitet. Auf chemische Spritzmittel wurde jedoch schon seit den 1990er Jahren verzichtet.

     

    Für die eigenen Champagner verwendet Yannick Doyard nur die allerbesten Chargen seiner besten Reben verwendet, nur die ?cuvée?, der erste Teil des Mostes. Der Rest, immerhin etwa 50 %, wird an Negociants verkauft. Jede Parzelle wird separat vinifiziert, mit minimaler Intervention. Etwa die Hälfte der Grundweine wird in Fässern ausgebaut. Sie bleiben auf der Feinhefe aber auf Battonage wird verzichtet. "Ich mag es nicht zu konzentriert und zu cremig. Ich weiß es ist momentan in Mode, aber zu viel ist zu viel." Seit 2007 verzichtet er auf die Kaltstabilisierung, stattdessen werden die Weine im kältesten Teil des Kellers damit sich die Trubstoffe langsam und natürlich absetzen.

     

    Charakteristisch für die Doyard Champagner ist der niedrigere Druck, also weniger Kohlensäure als ansonsten üblich. "Ich möchte nicht, dass die Perlen am Gaumen aggressiv wirken, sie sollen harmonisch in den Wein integriert sein." Zudem werden die Weine extrem lange auf den Hefen in der Flasche gelagert, zumindest vier Jahre, zumeist sogar deutlich länger. Auch die Dosagen werden niedrig gehalten. Für seine Jahrgangschampagner verwendet er eine alte Flaschenform, die an jene von Billecart-Salmon erinnert.

     

    Die strenge Auslese im Weinberg führt zu sehr kleinen Produktionsmengen, die vom Weingut an ihre Partnerhändler zugeteilt werden. Die verfügbaren Mengen sind daher, speziell bei den Jahrgangs-Champagnern, überschaubar.

    "Die Champagner von Yannick Doyard sind herrlich stoffig und konzentriert. Sie werden recht lange auf der Hefe ausgebaut, so dass sie trotz der Fülle immer auch komplex und präzise sind, kraftvoll und stoffig, dabei geprägt von feinen mineralischen Noten und viel Nachhaltigkeit, passen hervorragend zu Fisch, auch mit Sahnesaucen."

    GERHARD EICHELMANN in seinem Buch "Champagne", das sogar ins Französische übersetzt wurde

     

    "Sophisticated and elegantly harmonious, Doyard?s wines number among the finest in the Côte des Blancs, demonstrating a remarkable personality and individuality."

    PETER LIEM, amerikanischer Champagner-Spezialist mit Wohsitz in der Champagne

     

    "In Doyard?s champagnes (which, by the way, are uniformly outstanding), he seeks to capture a traditional feel by adding only 19 to 21 grams of sugar for the fermentation, creating a mousse of between 4.5 to five atmospheres. "I don?t want the bubbles to attack you on the palate," he says. "They should be harmonious and well-integrated with the wine." The result is a silkier, creamier texture, which works well with Doyard?s intensely vinous style of champagne."

    Blog von PETER LIEM, amerikanischer Champagner-Spezialist mit Wohsitz in der Champagne

     

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