VINUM Guide Pinot Noir Kalifornien

13.05.2020 11:06

Pinot Noir ist eine heikle Rebsorte, eine Diva. Gute Pinots muss man suchen, vor allem wenn sie auch noch preiswert sein sollen. Aber wenn ein Pinot Noir so richtig toll ist, dann wird man gepackt! Daher sind wir bei der Auswahl von Pinot Noir besonders kritisch. Es freut mich daher wirklich ausserordentlich, dass unsere Eigenimport Pinot Noirs aus Kalifornien bei einer Verkostung des Weinmagazins VINUM, extrem gut abgeschnitten haben:

3 Weine unter den Top 6!

Insgesamt wurden alle Weine, die wir bei dieser Verkostung von Vinum Redakteur Harald Scholl eingereicht haben, sehr gut bewertet. Hinzu kommen noch einige weitere Pinot Noir, die wir ebenfalls im Sortiment haben. Die ersten beiden Plätze belegt Rajat Parrs Domaine de la Cote mit dem Topwein La Cote aus den Jahrgängen 2015 und 2016 mit jeweils 19 Punkten. Diese beiden Weine können wir besorgen, bitte sprechen Sie uns an.

KESNER PINOT NOIR HALFMILE VINEYARD 2016
18,5/20 Punkte VINUM

VARNER PINOT NOIR THREE BLOCKS 2014 SPRING RIDGE VINEYARD
18/20 Punkte VINUM

MAISON AREION PINOT NOIR SAVERIA VINEYARD 2018
18/20 Punkte VINUM

VARNER PINOT NOIR LOS ALAMOS VINEYARD 2015
17,5/20 Punkte VINUM

VARNER PINOT NOIR LOS ALAMOS VINEYARD 2014
17/20 Punkte VINUM

FOXGLOVE PINOT NOIR 2016 
16,5/20 Punkte VINUM

Bei unserern Eigenimport Kaliforniern gilt:

Ab einer Bestellung von 6 Flaschen erhalten Sie 5 % Rabatt,
ab 12 Flaschen 10 % Rabatt und
ab 18 Flaschen 15 % Rabatt auf die angegebenen Preise,
gerne auch alle Weine unserer kalifornischen Eigenimporte sortiert,
das sind die Weine von Varner und Foxglove, Dancing Crow, Di Costanzo,
Maison Areion, Sutro, Kesner, Smith Madrone, Yannick Rousseau und John Arns !

Einige Auszüge aus dem sehr treffenden Einleitungstext zur Verkostung in VINUM, von Harald Scholl:

„Es gibt wohl wenige Rebsorten, die so klar und eindeutig mit einer Region verbunden werden, wie Pinot Noir. Die echten, stilbildenden, gesuchten, einzig wahren Weine aus dieser Rebsorte kommen aus dem Burgund, genauer gesagt von der Côte d’Or. So weit die landläufige Meinung. (…)
Was für eine Fehleinschätzung! Denn vor allem in den Cool-Climate-Regionen Kaliforniens hat die Rebsorte definitiv eine zweite Heimat gefunden. Eine Heimat, die sich von allen anderen unterscheidet, die vor allem durch die klimatisch einmalige Lage am Pazifischen Ozean geprägt ist. Ständige kühle Brisen vom Meer, dazu die rapide abkühlenden Nächte sorgen für eine fast perfekte Reifeentwicklung der Trauben. Langsame und gleichmässige Reifung ist keine Besonderheit, sondern Normalität. (…)
Die (noch) guten Klimabedingungen in Verbindung mit der immer besseren Ausbildung und Kenntnis der Winzer sorgen für beständige Qualitätssteigerungen. Und auch der US-typische Experimentiergeist dürfte eine Rolle spielen. (…) Schlank, straff, mit feiner Säure, dennoch mit klarer Beerenfrucht in der Mitte, so kann heute ein Pinot aus Kalifornien schmecken. Er zeigt dabei eine Zugänglichkeit und direkte Ansprache, die vielen Weinen der Côte d’Or abgeht. Ein unverkennbarer eigener Stil, der Verfechtern der reinen Pinot-Lehre nicht kantig genug sein mag. Der aber für wunderbares Trinkvergnügen sorgt. Und noch etwas macht die Weine aus Kalifornien interessant. Im Vergleich mit den «Originalen» aus Burgund sind sie preislich deutlich bodenständiger. Im Bereich zwischen 40 bis 75 Euro ist Kalifornien definitiv konkurrenzfähig. Auch das kann ein Grund sein, sich mit diesen Pinot Noir etwas näher zu beschäftigen. (…)
Vor allem die noch vor 30 Jahren populäre, leicht marmeladige Frucht wird heute als billig gebrandmarkt und steht als Vorurteil für fast alle kalifornischen Weine im Raum. Zu Unrecht, die Qualitätsentwicklung vieler, gerade kleinerer Betriebe wird übersehen. Höchste Zeit, sich von diesen Vorurteilen zu lösen und die Weine aus Sonoma & Co. ernsthaft in Betracht zu ziehen. Gerade bei Pinot machen viele der Weine nicht nur Spass, sie können auch international ganz vorne mitspielen. Vielleicht braucht es ein neues Judgment of Paris, diesmal mit der französischen Rebsorte schlechthin. Wäre das spannend.“