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Domaine de la Solitude

Domaine de la Solitude zählt zu den traditionsreichen Weingütern von Pessac-Léognan. Der Name steht für eine lange Weinbaugeschichte und für elegante Bordeaux-Weine, die ihre Herkunft klar zeigen. Das Gut liegt südlich von Bordeaux, in einer Appellation, die für ihre kiesgeprägten Böden und ihre charaktervollen Rot- und Weißweine bekannt ist.

Besonders reizvoll ist die Verbindung von Geschichte und moderner Weinbereitung. Domaine de la Solitude steht nicht für laute Kraft oder übermäßigen Holzeinsatz. Im Mittelpunkt stehen Frische, Finesse und ein ausgewogenes Zusammenspiel von Frucht und Struktur.

Die Wurzeln des Weinguts sind eng mit der Gemeinschaft der Heiligen Familie verbunden. 1831 ließ sich die Gemeinschaft auf dem Anwesen nieder. Die Schwestern bewirtschafteten das Land und bauten auch Wein an. Eine besondere historische Note besitzt das Haus L’Ermitage, das einst als Jagdhaus des Philosophen Montesquieu galt. 1993 übernahm Olivier Bernard, der auch das renommierte Domaine de Chevalier leitet, die Bewirtschaftung der Weinberge im Rahmen eines langfristigen Pachtvertrags. Eigentümerin blieb die Gemeinschaft der Heiligen Familie.

Heute umfasst das Weingut rund 36 Hektar, davon etwa 30 Hektar mit roten und sechs Hektar mit weißen Rebsorten. Die Böden bestehen aus tiefgründigem Kies und Lehmkies. Sie speichern Wärme, leiten überschüssiges Wasser ab und versorgen die Reben auch in trockenen Phasen. Das milde Atlantikklima und die angrenzenden Wälder tragen dazu bei, dass die Trauben gut ausreifen und ihre Frische bewahren.

Bei den Rotweinen dominieren Cabernet Sauvignon und Merlot, ergänzt durch Petit Verdot. Die Weißweine bestehen aus Sauvignon Blanc und Sémillon. Die Weinberge werden vom Team des Domaine de Chevalier bewirtschaftet. Die berühmten Nachbarn der Appellation, darunter Domaine de Chevalier und Château Smith Haut Lafitte, unterstreichen das hohe Niveau dieser Gegend.

Die Trauben werden von Hand gelesen und in kleinen Kisten transportiert. Dabei wird sorgfältig selektiert. Bei den Weißweinen erfolgt die Lese in mehreren Durchgängen. Je nach Jahrgang sind drei bis fünf Selektionsgänge nötig. Nur optimal gereifte Trauben werden geerntet. Auch bei den Rotweinen gibt es mehrere Kontrollstufen: zuerst im Weinberg, danach auf Sortiertischen und schließlich eine optische Selektion einzelner Beeren.

Die Rotweine vergären in kleinen, temperaturkontrollierten Betontanks. Die einzelnen Parzellen können dadurch getrennt ausgebaut werden. Der Ausbau erfolgt anschließend in französischen Eichenbarriques. Die Weißweine werden schonend als ganze Trauben gepresst und nach natürlicher Vorklärung in hochwertigen französischen Eichenfässern vergoren. Sie reifen rund neun Monate auf der Feinhefe.

Die genaue Dauer des Barriqueausbaus und der Anteil neuer Fässer bei den Rotweinen variieren je nach Jahrgang. Die Rotweine werden vor der Abfüllung schonend filtriert.

Auch im Weinberg setzt das Gut auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Boden, unter Verwendung biologischer und biodynamischer Arbeitsweise.

Die Rotweine verbinden reife dunkle Frucht mit feinen Tanninen und einer frischen, mineralischen Note. Sie wirken kraftvoll, bleiben dabei aber elegant. Der Zweitwein Prieuré de la Solitude stammt von jüngeren Reben. Er ist fruchtbetonter, zugänglicher und früher trinkreif.

Die Weißweine zeigen eine andere Seite des Terroirs. Sie duften nach Zitrusfrüchten und weißen Blüten. Am Gaumen kommen eine saftige Textur und eine lebendige, mineralische Säure hinzu. Die Reife im französischen Eichenfass verleiht ihnen zusätzliche Tiefe, ohne die Frische zu überdecken.

Die Fachpresse bewertet die Weine regelmäßig positiv. Das Gut hat sich unter der Leitung der Familie Bernard zu einer anerkannten Adresse in Pessac-Léognan entwickelt.

Eine Besonderheit ist die Verbindung von klösterlicher Geschichte und professioneller Spitzenweinbereitung. Das Anwesen gehört weiterhin der Gemeinschaft der Heiligen Familie. Die Familie Bernard bewirtschaftet es langfristig und bringt ihre Erfahrung vom Domaine de Chevalier ein. Der Name „La Solitude“ verweist auf das spirituelle Leben der Gemeinschaft. Er passt zur ruhigen, abgeschiedenen Atmosphäre des Anwesens.

Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis ist attraktiv. Domaine de la Solitude bietet viel vom handwerklichen Können und Qualitätsanspruch des renommierten Pessac-Léognan-Betriebs Domaine de Chevalier, ohne das Preisniveau der bekanntesten klassifizierten Châteaux zu erreichen. Besonders interessant sind die Rotweine für Liebhaber eleganter, lagerfähiger Bordeaux und die Weißweine für alle, die Finesse und mineralische Frische suchen.

Das Weingut verbindet einen geschichtsträchtigen Besitz, 36 Hektar charaktervolles Graves-Terroir und das Know-how des Domaine de Chevalier. Die sorgfältige Handlese, die mehrfachen Selektionen und die parzellenweise Vinifikation stehen für einen klaren Qualitätsanspruch. Besonders reizvoll ist, dass hier nicht nur Rotweine überzeugen. Auch die Weißweine besitzen Präzision, Frische und bemerkenswertes Reifepotenzial. Domaine de la Solitude ist damit ein überzeugender Tipp für alle, die einen Spitzenklasse Pessac Leognan zu einem äußerst fairen Preis suchen.

- Olivier Bernard: "The dialogue with the Sisters had been very positive. Beyond the very promising qualities of the terroir, I was very receptive to the spiritual dimension embedded in the area. We secured something that was more than a contract, an engagement on my behalf containing a notion of duty... Today, I can say that I am profoundly attached to this property". He adds: "The duration of the lease, as we wished, would open long term perspectives. We were thus able to make deep changes, without having to worry about immediate profitability, building for the future..."

Weingut: Domaine de la Solitude
Menschen/Inhaber: Olivier Bernard
Region/Ort: Pessac Leognan
Betriebsgröße:  40 Hektar



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