Frederic Savart
VIGNERON PASSIONÉ: FREDERIC SAVART!
Champagne Frédéric Savart gehört zu jener Generation kleiner Winzer-Champagnerhäuser, die in den letzten zwei Jahrzehnten das Bild der Champagne nachhaltig verändert haben. Das Weingut steht heute exemplarisch für die Bewegung weg von großen Marken-Assemblagen hin zu herkunftsgeprägten, handwerklich erzeugten Parzellenchampagnern. Die Familie Savart bewirtschaftet seit mehreren Generationen Weinberge in Écueil in der Montagne de Reims. Frédéric Savart übernahm das Gut Anfang der 2000er-Jahre und entwickelte es innerhalb weniger Jahre zu einer der meistdiskutierten Adressen der Region.
Das Weingut befindet sich vollständig in Familienbesitz und wird von Vigneron Frédéric Savart persönlich geführt. Savart arbeitet ausschließlich mit eigenen Weinbergen und gehört damit klar zur Kategorie der Récoltant-Manipulant-Produzenten. Die Rebfläche umfasst rund vier Hektar – außergewöhnlich klein selbst für Champagnermaßstäbe. Die Weinberge liegen überwiegend rund um Écueil sowie in angrenzenden Premier-Cru-Gemeinden der Montagne de Reims. Einzelne Parzellen befinden sich zudem in Villers-aux-Nœuds und benachbarten Orten.
Die Böden bestehen überwiegend aus der für die Montagne de Reims typischen Kombination aus Kreide mit Auflagen aus Sand, Ton und kalkhaltigen Sedimenten. Diese etwas kräftigeren Oberböden verleihen den Weinen neben Frische oft mehr Textur und Druck als in der Côte des Blancs. Die dominierende Rebsorte ist Pinot Noir, ergänzt durch Chardonnay. Pinot Meunier spielt kaum eine Rolle. Ein Teil der wichtigsten Parzellen stammt aus älteren Pflanzungen mit mehreren Jahrzehnten Alter, genaue Durchschnittsalter variieren je nach Cuvée.
Die Arbeit im Weinberg erfolgt seit Jahren mit stark reduzierten Eingriffen, intensiver Handarbeit und klarer Orientierung an nachhaltiger Bewirtschaftung. Die Erträge werden bewusst niedrig gehalten. Die Lese erfolgt ausschließlich von Hand. Aufgrund der kleinen Flächen können die Trauben sehr selektiv gelesen und in kleinen Einheiten verarbeitet werden. Bereits im Weinberg wird streng selektioniert. Im Keller erfolgt eine weitere Sortierung nach Parzellen und Mostqualitäten.
Vinifiziert wird vollständig auf dem eigenen Gut in Écueil. Die Kellerarbeit ist parzellenorientiert: einzelne Lagen, einzelne Pressungen und häufig sehr kleine Chargen. Nach der Pressung werden die Moste separat vergoren, um die Herkunft möglichst unverfälscht abzubilden.
Ein erheblicher Teil der Vinifikation und des Ausbaus erfolgt in Holz – überwiegend in gebrauchten kleinen Fässern und größeren Holzgebinden. Ziele des Fassausbaus sind Textur und Mikrooxidation. Der Anteil neuen Holzes bleibt niedrig; neues Holz soll die Herkunft nicht überdecken. Die Ausbauzeiten variieren je nach Cuvée und Basisjahr deutlich, häufig folgt zusätzlich eine lange Reife auf der Hefe in der Flasche. Dosage wird zurückhaltend eingesetzt, viele Weine kommen als Extra Brut auf den Markt.
Stilistisch zählt Savart zu den präzisesten und gleichzeitig expressivsten Winzerchampagnern der Region. Die Weine verbinden Druck, Kreidigkeit, rote Frucht und eine fast burgundische Textur mit hoher Energie und sehr feiner Perlage. Trotz des Pinot-Schwerpunkts wirken sie selten schwer – eher straff, salzig und dynamisch.
Die Fachpresse zählt Frédéric Savart seit Jahren zu den Spitzenadressen der Champagne. Besonders hervorgehoben werden die Individualität der Cuvées, die kompromisslose Parzellenarbeit und die Fähigkeit, Kraft und Transparenz gleichzeitig zu erzeugen. Die Weine sind aufgrund kleiner Mengen und hoher Nachfrage längst kein Geheimtipp mehr. Das USP von Champagne Frédéric Savart ist die Verbindung aus Winzer-Intimität und großer Präzision: extrem kleine Eigenflächen, Pinot-geprägte Montagne-de-Reims-Herkunft und ein Stil, der die Energie moderner Winzerchampagner mit der Tiefe großer Herkunftsweine verbindet.